Bremer Spirituosen Contor GmbH

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Rum aus Zuckerrohrsaft – Rhum Agricole

Auch bei der Geschichte des Rhum Agricole beginnt alles mit dem Zuckerrohr, ein widerstandsfähiges Gras, das eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen kann. Diese tropische Pflanze entwickelt sich hervorragend in dem Klima solcher Inseln wie Martinique, wo sie sich das ganze Jahr über an Wasser, Sonnenschein und Hitze erfreuen kann.

Von der silberfarbenen Blüte bis zum Zuckerrohrsaft
Zum Ende des Jahres beginnt die Pflanze zu blühen. Eine silberfarbene Blüte, ähnlich einem Staubwedel, schießt aus der Spitze. Diese markiert den Beginn des Reifungsprozesses. Zwischen Januar und Juli wird das Zuckerrohr vorsichtig mit einem langen Messer oder einer Erntemaschine geschlagen und dann schnellstmöglich zu den Destillerien transportiert, um eine vorzeitige Gärung zu vermeiden, die innerhalb von 36 Stunden nach der Ernte eintreten kann. Die Pflanzen werden in der Destillerie nun gepresst um den braunfarbenen und hoch-aromatischen Zuckerrohrsaft zu gewinnen.

Weißer Rum aus der Brennsäule
Dieser Saft wird dann für 24 bis 72 Stunden in einen Gärtank gefüllt, wo durch den Fermentationsprozess ein leicht alkoholischer „Wein“ entsteht, der zwischen 3,2 und 6 % Vol. enthält. Dieser „Wein“ wird nun in einer Brennsäule destilliert, wodurch eine farblose Spirituose von 65-75 % Vol. entsteht: Der weiße Rum.

Reifung in französischer Limousineiche
Dieser Rhum Agricole wird anschießend meist in gebrauchte Cognac- oder auch Armagnacfässer aus französischer Limousineiche gefüllt, um zu reifen. Eine Ausnahme ist z.B. der Rhum Barbancourt. Hier werden nur frische Fässer aus Limousineiche verwendet, in denen vorher kein anderes Destillat reifte.

Komplexe Aromen nach Jahrzehnten
Im Gegensatz zu den Rums aus Melasse haben Rums aus frischen Zuckerrohrsaft einen eher kräftigeren und frischen, fruchtigen Charakter. Insbesondere die Rhum Vieux, die jahrelang, oft sogar Jahrzehnte gereift sind, bestechen durch eine tolle dunkle Farbe und intensive, komplexe Aromen.