Tequila

Göttergeschenk aus Mexiko

Tequila ohne Teufel: Der Teufel hat den Schnaps gemacht, aber mit Tequila kann er sich nicht schmücken, denn für diesen sind die Götter zuständig, erzählt eine mexikanische Legende. Demnach war im Himmel der Teufel los, weil sich die Götter stritten. Der Streit löste einen Blitz aus. Dieser fuhr in eine blaue Agave und brachte deren Strunk zum Kochen. Und: ein klarer Saft floss heraus – der Tequila. Ein Göttergeschenk, das zu Azteken-Zeiten den hohen Priestern vorbehalten blieb.

Vor ca. 1.000 Jahren stellen die Azteken aus dem vergorenen Saft der Agave die Pulque her, den Vorläufer des Tequila, die auch heute noch im mexikanischen Pulquerias ausgeschenkt wird. Erst im 16. Jahrhundert brachten die Spanier das Destillationsverfahren ins Land. Nach einigen Experimenten war man mit einem neuen Agaven-Brand, dem „Vino Mezcal“, sehr zufrieden. Anfang des 19. Jahrhunderts begann man im Mexiko die Agave in und um die Stadt Tequila als Feldfrucht anzubauen und der „Vino-Mezcal“ dieser Region nahm den Namen seines Anbaugebietes an: „Tequila“.

Diese berühmte Spirituose Mexikos ist auch in Deutschland sehr beliebt. Tequila-Spezialitäten im Regal betonen das Besondere am Fachhandel. Entdecken Sie den Geschmack Mexikos für sich und Ihr Geschäft.

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Herstellung: 100% Agave

Tequila wird ausschließlich aus einer Pflanze hergestellt, der blauen Weber-Agave. Er darf nur in Mexiko produziert werden, und zwar in fünf dafür ausgewiesenen Regionen: im Staat Jalisco, sowie in bestimmten Ortschaften der Staaten Nayarit, Tamaulipas, Michoacán und den Guanajuato. Die Blaue Agave benötigt ca. 8 bis 12 Jahre bis sie zu ihrer vollen Größe gewachsen ist und vom Jimador geerntet werden kann. Die Pflanze wird ausgegraben und dann von den spitzen Blättern befreit, so dass nur das Herz übrig bleibt. Die Herzen, auch Pina genannt, wiegen bis zu 170 Pfund. In Stücke geschnitten werden sie dann zum Garen in Ziegel- oder Betonöfen gepackt. Dieser Garvorgang dauert in der Regel zwischen 24 und 36 Stunden. Dabei geben die Herzen das so genannte Honigwasser ab. Wenn der Agave durch anschließendes Auspressen das gesamte „Aqua miel“ entzogen worden ist, kann der darin enthaltene Zucker zu destillierbaren Alkohol vergoren werden.

Bei den nachfolgenden Tequilasorten, die alle aus 100% Agave gebrannt worden sind, wird nun zu dem Agavensaft natürliche Gärhefe gegeben. Nach der Gärung wird die Flüssigkeit, die jetzt „Mosto“ genannt wird, destilliert.

Ein Premium-Tequila wie z.B. „Casa Vieja“, aus 100% Agave, muss in Mexiko selbst abgefüllt werden. Premium-Tequilas, die als Reposado oder Añejo vermarktet werden, kommen zum Reifen in Holzfässer.

Die Blanco Tequilas werden nach der Destillation direkt abgefüllt, und stehen für den puren und unverfälschten Tequila Genuss.

Die Reposados (d.h. abgelagert) reifen je nach Produzent zwischen zwei und elf Monaten, meistens in Fässern aus Rotholz oder auch in kleinen Eichenfässern. Die Mindestreifezeit von zwei Monaten ist durch das mexikanische Gesetz vorgeschrieben.

Die Añejos (d.h. gealtert) reifen in der Regel ein bis vier Jahre in Kentucky-Bourbon-Fässern. Auch hier ist per Gesetz wieder eine Mindestreifezeit von einem Jahr vorgeschrieben.